Verkehrte Welt in heimischer Halle
Geschrieben von: Matthias Heinze Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 13:45 Uhr
Zum ersten Heimspiel empfingen die erste Herrenmannschaft am Samstag die zweite Vertretung von Energie und die HSG Senftenberg, vormals als FH Lausitz bekannt.Mit Minikader an den Start gehend, sollten dennoch 4 Punkte her, um möglichst frühzeitig in der Saison fernab vom Tabellenkeller agieren zu können. Mit Coachi, Robby und Herzi fehlte uns natürlich die Möglichkeit einen Libero einzusetzen, was sich aber an diesem Tage nicht als nachteilig erweisen sollte.
In Spiel 1 gegen Energie starteten wir mit: Koch als Pritscher, Stäffn und Micha im Hauptangriff, Chrischi und Ken als Mittelblock, der Jay diagonal und Dr. Tony neben Ypsi auf der Bank.
Im ersten Abschnitt spielten wir souverän, ohne großen Glanz, aber erfolgreich. Die Annahme war nicht die schlechteste und gab die Möglichkeit das Spiel breit und schnell zu machen. 25:20 für uns.
In den Abschnitten 2 und 3 wurde die Annahme nicht viel schlechter, leider schossen wir aber ab jetzt den gegnerischen Block berühmt. Gepaart mit vielen individuellen Fehlern gab es so mit 19:25 und 23:25 zweimal das Nachsehen, wobei wir den dritten Durchgang am Ende durch eigene Blödheit verschenkten.
Den vierten Abschnitt dominierten wir zu Beginn und mussten trotz zwischenzeitlich 7:2, 14:9 und 22:16 Führungen, noch nen Matchball bei 23:24 abwehren, um mit 26:24 den Tie-Break zu erzwingen.
Energie erwischte den besseren Start und führte 3:6, 4:8 ehe wir zurückschlagen konnten und den 5. Satz mit 17:15 holten.
Die zweite Partie gegen Senftenberg wurde etwas emotionaler und es muss hier auch mal was klar gestellt werden. Wenn jemand permanent gegen uns schießt, obwohl ihm immer normal und freundlich begegnet wurde, dann darf er sich nicht wundern, wenn er nicht bejubelt wird und damit ist dann auch genug.
Für das Match gegen Senftenberg bekam Chrischi ein selbstgewünschte Pause und Dr. Tony konnte sich zeigen. Jay rückte von der Diagonalen in die Mitte, Stäffn ersetze Jay und Dr. Tony nahm dem entsprechend die zweite Außenposition ein.
Das Spiel verlief zumeist auf Augenhöhe und Senftenberg kam durch starke Angriffe von Pfeiffer und gut Block- und Abwehrarbeit zum ersten Satzgewinn. Wir hingegen hatten ein paar mal Pech bei Angriff und Block. 24:26 gegen uns.
In den Sätzen 2 und 3 konnten wir uns beide Male Mitte des Abschnitts von Senftenberg lösen und holten mit 25:22 und 25:20 eine verdiente 2:1-Satzführung. Gute Annahmen und konzentrierte Spielweise sorgten dafür, dass den nächsten Punkten eigentlich nix im Wege stehen sollte.
Leider gingen Spielfluss und Einsatzfreude verloren. Punkt um Punkt enteilte Senftenberg in Abschnitt 4. Ein mehr als deutliches 15:25.
Für den Tie-Break hatte sich dann Coach Ypsi noch etwas Besonderes vorbereitet. Er wollte mit einer anderen Aufstellung den Gegner verwirren. Leider hatte der Gute vergessen uns bescheid zu geben und somit waren nach dem zweiten Schiedsrichter auch wir ein wenig erstaunt, dass wir jetzt mit der erfolgreichen Tie-Break-Formation von Spiel 1 auf dem Feld standen. Das allein darf selbstverständlich nicht als entscheidend für den Ausgang der Partie stehen, immerhin eine bewährte Aufstellung. Leider ging der Plan nicht auf und Senftenberg gewann mit 15:13 knapp, aber nicht unverdient.
Das dritte Spiel des Tages sah mit Energie II einen 3:1-Sieger, dem die Erleichterung nach 5 Spielen ohne Sieg deutlich anzusehen war.
Fazit: Annahme vom Spieltag konservieren und die grobe Kelle auspacken, dann klappt's auch mit 4 Punkten.
Vorschau: bereits am nächsten Samstag stehen die nächsten Heimspiele auf dem Programm. Gäste in der Sporthalle am Puschkinplatz werden Blau-Weiß Brandenburg und Stahl Eisenhüttenstadt sein. Vermutlich mit die schwersten Aufgaben dieser Spielzeit. Brandenburg kommt als Absteiger aus der BB-Liga und hat jede Menge Qualität am Start und mit Eisenhüttenstadt haben wir uns letzte Saison sehr schwer getan.




